Freitag, 17. Februar 2012

Neues Projekt - E-Book: "Abschied-Nehmen -- Rat und Hilfe in den Tagen der Trauer"

Projekte brauchen Zeit um sich zur entwickeln. Gerade im Friedhofsbereich ist da zur Zeit manches angeschoben, Entscheidungen aber sind noch nicht gefallen. So hat sich die Frage gestellt: Was tue ich jetzt vorrangig?

Bei Senioren-Lernern-online.de gibt es zurzeit ein neues Angebot von Horst Sievert. Er befasst sich mit der Erstellung von e-Books. Da bin ich dabei. Fast gleichzeitig las ich, dass es inzwischen Autoren gibt, die mit gutem Erfolg ihr eigenes e-Book auf Amazon veröffentlichen und es über Twitter und co. vermarkten. Ich habe bei Amazon nachgelesen, wie man als Autor dort das eigene Manuskript digital und online publiziert und finde, das klingt durchaus verlockend, auch wenn da eine ganze Menge Arbeit dahinter steckt.

Titelseite meines Buches im Herderverlag
In diesem Zusammenhang ist mir mein Ratgeber für Kranke und Trauernde wieder eingefallen, den der Herder Verlag in den 90er Jahren veröffentlicht hat. Immer wieder einmal wurde ich in den letzten Jahren darauf angesprochen. Doch das Buch ist schon lange vergriffen und nur noch antiquarisch zu bekommen. Mir erscheint es inzwischen veraltet. Zum Beispiel wurden die Bestattungsgesetze der Länder in den letzten Jahren neu gefasst und die Friedhofskultur hat sich seit den neunziger Jahren stark verändert.

Trotzdem scheint mir das Buch immer noch hilfreich. Das wäre  etwas für einen Versuch mit dem e-Book. Ich will ausprobieren, ob es  Menschen gibt, die sich für dieses Buch interessieren und denen die Informationen weiterhelfen, die ich zu diesen Thema zusammengetragen habe.

Was ist zu tun? Nun als erstes überarbeite ich gerade den Text von vorn bis hinten und bringe ihn inhaltlich auf den neuesten Stand. Vorher macht eine Wiederveröffentlichung keinen Sinn. Ich habe mir die alte Datei hervorgesucht und mich an die Arbeit gemacht. Wie sehr hat sich die Welt seit den neunziger Jahren verändert! Damals war es mühsam die nötigen Gesetzestexte zu recherchieren und alles zusammenzutragen, was mit Bestattung und Trauer zu tun hat. Heute kann ich das bequem über das Internet erledigen.

Braucht es dann überhaupt noch mein Buch? Ich meine ja. Denn dieser Ratgeber sammelt die Informationen und stellt sie übersichtlich dar. Das hilft,wenn man mit dem Tod eines Angehörigen oder mit dem eigenen Tod konfrontiert ist und nicht weiß, was zu tun ist. Dann hat man keine Zeit lange selbst zu recherchieren, sondern man braucht Antworten. Zwar bieten auch Bestattungsinstitute und andere professionelle Dienstleister ihre Hilfe an, doch kann man bei einem Buch sicher sein, dass die Informationen nicht von materiellen Interessen bestimmt sind.  

Und das Urheberrecht? Merkwürdigerweise habe ich da schon damals vorgesorgt, als mein Buch nicht wieder neu aufgelegt werden sollte. Ich habe es mir vom Verlag schriftlich zurückgeben lassen. Nein, ich habe damals wirklich noch nichts von der zukünftigen Entwicklung zu e-Book und Book on demand  geahnt!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Adventskalender zum Hören

Weihnachtsbaumkugel (Foto Leisner)
Der neue Adventskalender von Senioren-Lernen-Online.de

Weihnachten naht und überall wird heute das erste Türchen der Adventskalender aufgemacht.

Auch die  Gruppe von Senioren-Lernen-Online.de, die sich zum Ziel gesetzt hat, "Radioprodukte" unter dem Titel "hier reden wir" zu podcasten, hat fleißig gebastelt. Heute steht der ersten "Adventspodcast" ihres ganz speziellen Kalenders im Netz. Bis Weihnachten kann man jeden Tag einen Beitrag hören, in dem die Vorweihnachtszeit und das große christliche Fest auf sehr unterschiedliche Art und Weise thematisiert werden. Viel Spaß!

Ach übrigens: Senioren-Lernen-Online hat schon vor einigen Jahren einmal einen solchen Hörkalender hergestellt, wobei - wie dieses Mal auch - alle Teilnehmer sich nur online (per Skype) vernetzt haben. Diesen alten Kalender findet man auf: http://www.senioren-lernen-online.de/advent/adventskalender001.html


Mittwoch, 9. November 2011

"Nachlese"

Denkmal für Karl Benz in Mannheim (Foto Leisner)
Schon ist alles wieder vorbei. Die Lesung in Kiel war mit ca. 20 Frauen und einem Mann richtig gut besucht, wenn man bedenkt, dass der einladende Deutsche Akademikerinnen Bund e.V. in dieser Stadt nicht gerade zu den Vereinen zählt, die über tausende von Mitglieder verfügen. Auch in Roßdorf und in Karlsruhe erwartete mich eine ähnliche Zahl von interessierten Zuhörerinnen und keine Frage auch hier waren die Frauen in der Überzahl.

Karlsruhe hatte für mich ein zusätzliches Highlight, da ich am Nachmittag das Vergnügen hatte von Prof. Holger Martin vom Institut für Thermische Verfahrenstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Stadt gezeigt zu bekommen. Sein Büro liegt in der ehemaligen Maschinenbauschule des Polytechnikums, in der einst Carl Benz studierte. So konnte ich endlich sowohl das ehemalige Lyzeum als auch den Studienort des Autoerfinders besichtigen. Vor letzterem steht übrigens das Denkmal für Carl Benz, das ich gleich fotografiert habe.

Samstag, 8. Oktober 2011

Lesungen im Oktober aus der Bertha-Benz-Biografie

Im Oktober bin ich gleich dreimal eingeladen aus meiner Biografie von Bertha Benz zu lesen. Also werde ich ein wenig in der Bundesrepublik herumreisen:

Am 20. Oktober 2011 bin ich um 18.30 Uhr vom Deutschen Akademikerinnen Bund  in das Bürgerhaus Kronshagen in Kiel eingeladen (Kopperpahler Allee 69/Ecke Eichkoppel, Tagungsraum 1 - Parkplätze sind am Haus, Öffentliche Verkehrsmittel: Buslinien 34 oder 6/Haltestelle Gebrüder Grimm Schule).

Am 26. Oktober werde ich dann in Roßdorf in der Nähe von Darmstadt sein, wo ich um 20:00 Uhr im Sonnensaal (Darmstädter Straße 9) lesen werde. Die Buchhandlung Bücherinsel, die in Roßdorf und Dieburg je eine Buchhandlung betreibt, hat mich zusammen mit dem Frauenbüro der Gemeinde Roßdorf eingeladen und ich freue mich natürlich das Leben von Bertha Benz gerade in Kreisen vorzustellen, die sich für die Geschichte und die Emanzipation der Frauen besonders interessieren.

Und am folgenden Tag, dem 27. Oktober, werde ich dann um 19:00 im Stadtmuseum Karlsruhe (Karlstr. 10 ) erwartet. Dort läuft noch bis zum 29. Januar 2012 die Ausstellung "Carl Benz und Carlsruhe", in der natürlich die frühen Lebensjahre des Erfinders und seine Ausbildung im Polytechnikum der Stadt im Zentrum stehen.

Montag, 3. Oktober 2011

Bertha Benz - Eine von dreizehn "Provokanten Weibsbildern"

Während meiner Arbeit an der Biografie von Bertha Benz, schrieb mir Dorothea Keuler von ihrem Projekt: Sie war dabei ein Buch über "Provokante Weibsbilder - Historische Skandale aus Baden-Württemberg" zu schreiben und fragte nach dem Stand meiner Forschungen.
Jetzt ist das Buch von Frau Keuler im Silberburg erschienen und ich erhielt ein Belegexemplar und konnte mich über den Dank der Autorin im Vorwort freuen.
Dorothea Keuler beleuchtet in dreizehn historischen Skizzen das Leben ganz unterschiedlicher Protagonistinnen. Da lernt man Margarthe Renner kennen, die schon vor dem Bauernkrieg als "aufsässiges Weib" verschrien war, oder die Bürgerin Katharina Kepler - Mutter des berühmten Astronomen -, die sich unter anderem auch mit Kräutern auskannte und beweisen musste, dass sie keine Hexe war. Aber auch blaublütige Frauen sind darunter, die sich gegen die Konventionen gestellt haben, und eben auch Bertha Benz, die mit ihrer ersten Fernfahrt mit einem Automobil zwar keinen echten Skandal hervorgerufen hat, aber für ihre Zeit doch zu Recht zu den "provokanten" Frauen gezählt werden darf.
Mit diesem kurzen Hinweis sei das Buch allen ans Herz gelegt, die gern mehr darüber erfahren, wie Frauen früher gelebt haben und welchen "Anfechtungen" sie ausgesetzt sein konnten. Die Autorin hat übrigens noch weitere "Frauenbücher" veröffentlicht, die sich sicher ebenso gut lesen, wie dieses.

Dorothea Keuler, Provokante Weibsbilder - Historische Skandale aus Baden und Württemberg, Silberburg Verlag 2011, 208 Seiten, 74 Abbildungen, gebunden, EURO 19,90
ISBN 978-3-8425-1134-7

Mittwoch, 28. September 2011

"Ein Kind zuviel" - eine bewegende Biographie von Anna Sauseng

Vor einiger Zeit habe ich bei Senioren-Lernen-Online.de eine Online-Schreibwerkstatt angeboten, an der mehrere Seniorinnen - unter ihnen auch Anna Sauseng aus Österreich - teilnahmen.

Die Texte, die dort entstanden sind, kann man auf dem Blog der Schreibwerkstatt nachlesen. Dort finden sich auch Annas erste Texte, die zu biographischen Anlässen entstanden. Sie berichtet von dem Schwalbenhaus, in dem sie ihre frühen Kindertage verbrachte, und von dem Fensterputztag; eine Erinnerung an die Zeit im Haushalt einer "feinen" Familie, wo sie als junges Mädchen nicht nur die Ecken zwischen Fensterrahmen und Glas mit dem Streichholz säubern musste.

Anna Sauseng hat in der Zwischenzeit ihre Schreibarbeit fortgesetzt und ihre Lebensgeschichte zu Papier gebracht. Es ist eine Lebensgeschichte, wie man sie selten zu lesen bekommt, da nur wenige Menschen die Kraft haben, so tief  wie sie in die - nicht immer leichten -  Kindheits- und Jugenderfahrungen einzutauchen und diese literarisch zu gestalten. Eine längere Rezension dazu habe ich vor einiger Zeit in das oben genannte Weblog eingestellt. Ich möchte aber auch meinen Leserinnen und Lesern dieses Blogs das schmale Buch von Anna Sauseng wärmstens ans Herz legen.

Dienstag, 20. September 2011

Ewiger Parkplatz für Carl Benz in Mühlburg (Karlsruhe)


Von Prof. Holger Martin erhielt ich diesen schönen Hinweis:

In Mühlburg - einem Unterzentrum von Karlsruhe - steht seit dem 11. September auf dem Carl-Benz-Platz ein Nachbau des Patentmotorwagen aus Stahl. Schon im Juni war der Platz eingeweiht worden, auf dem eine Sitzbank zum Verweilen einlädt und eine Infotafel an das Leben und Schaffen des Erfinders erinnert. Denn der wohl berühmteste Sohn der Stadt wurde am 25. November 1844 unweit dieses Platzes an der heutigen Rheinstraße 22 geboren.

Mit dem "ewigen Parkplatz" wurde das Erinnerungsmal nun fertiggestelt. Außerdem ist in Mühlburg übrigens auch eine Veranstaltungshalle nach dem Erfinder benannt, sowie in Karlsruhe-Stadt die "Carl Benz School" der Universtität.

Das Besondere an dem neuen Motorwagen auf seinem ewigen Parkplatz aber ist: Schüler der Vogesenschule haben beim Schweißen mitgemacht und das Lackieren übernommen, als der Wagen in der Werkstatt der Firma Hettmannsperger nachgebaut wurde.

Bilder von der Einweihung sind hier auf der Website des Mühlburger Bürgervereins zu sehen und es gibt auch einen Film von der Arbeit am Motorwagen in der Bohrfirma im Internet.