Mittwoch, 23. April 2014

100 Jahre Hamburger Gartenkunst - eine Matinee im Hamburger Abaton Kino

In diesem Jahr blickt die Hamburger Grünverwaltung auf ihre 100-jährige Geschichte zurück und auch die beiden großen Hamburgers Volksparks - der Winterhuder Stadtpark und der Altonaer Volkspark - bestehen seit 100 Jahren. Die Stadt hat deswegen ein großes Jubiläumsjahr des Hamburger Stadtgrüns ausgerufen und schreibt auf ihrer Internetseite

"Viele Parkliebhaber in Hamburg stricken schon
seit Monaten an einem bunten Programm für das Jubiläumsjahr rund um das Thema Stadtgrün. Parkfeste, Führungen, Fachvorträge, Sportaktivitäten, Kulturveranstaltungen und vieles mehr werden die Parksaison 2014 zu einem besonderen Erlebnis machen." Für das Fachpublikum ist außerdem ein überregionaler Kongress zum Thema „100 Jahre Stadtgrün - Stadtpark – Volkspark“ geplant, auf dem "die bisherigen Entwicklungen und zukünftigen Potenziale des Stadtgrüns" hinterfragt und mit neuen Impulsen bewegt werden sollen.

Auch wir von der Redaktion von "Ohlsdorf - Zeitschrift für Tauerkultur" haben uns dem Jubiläum angeschlossen und legen im nächsten Heft den Schwerpunkt auf die Geschichte der Gartenkunst in Ohlsdorf. 

Aber ich bin auch aufgefordert worden für das Sonderheft über Gartenkunst von "Szene Hamburg Geschichte" einen Beitrag über den Friedhof zu schreiben. 

Dieses Heft soll am 27.4.2014 um 11 Uhr im Abaton Kino vorgestellt werden. Eingeladen ist zu einer Matinee mit dem Titel "Hamburg und sein Grün". In der Einladung heißt es: 

"Mit Bildern und Filmen wird Hamburgs grüne Geschichte dargestellt.

- Gartenbauausstellungen im Wandel der Zeiten (1869 bis 1973) / Eine Geschichte mit alten Bildern aus dem Staatsarchiv

- Plastik im Freien / So wie es Alfred Lichtwark empfohlen hatte: Kunst in der Natur des neuangelegten Alsterparks zur Gartenbauausstellung 1953 – ein Film von Adalbert Baltes

Internationale Gartenbauausstellung 1963 / Hamburg stellt viel auf die Beine, um weltweit seine grüne Botschaft zu verbreiten.

Die Gestaltung des Stadtparks durch Fritz Schumacher / Ein Wachstum von mehr als hundert Jahren zeigt sich in Hamburgs größter Grünanlage, nicht nur die Lunge Barmbeks, auch der Ort vieler sportlicher, kultureller und politischer Veranstaltungen. Mit Bildern und Filmen wird auch an Gebäude erinnert, die heute nicht mehr stehen.

- Planten un Blomen / 1935 als „Niederdeutsche Gartenschau“ eröffnet, hat das Freizeitgelände seitdem viele Änderungen erfahren, nicht zuletzt durch die Errichtung eines Kongress-Zentrums 1973. Bilder und Filme zeigen, wie es in den 1950er und 1960er Jahren hier ausgesehen hat. (Tag der Freude und Menschen im Park).

Szene Hamburg-Redakteur Jörg Schöning und weitere Autoren von „Szene Hamburg Geschichte“ geben im Gespräch mit Volker Reißmann fachkundige Erläuterungen."

Dienstag, 18. Februar 2014

Eine späte Rezension zu Bertha Benz

Mit meiner Biographie von Bertha Benz habe ich dieses Blog am 11. Dezember 2010 eröffnet. Im März des folgenden Jahres ist sie dann im Casimir Katz Verlag erschienen. Jetzt erreichte mich eine wunderschöne Rezension, die Peter Pretsch, der Leiter des Karlsruher Stadtmuseums, in der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins Bd. 161 (Neue Folge 122, 2013) zum Ende des letzten Jahres veröffentlicht hat.

Darf ich zitieren? Precht geht zuerst auf das Buch von Angela Elis ein, das schon im Frühjahr 2010 "unter dem etwas reißerischen Titel 'Mein Traum ist länger als die Nacht: Wie Bertha Benz ihren Mann zu Weltrumhn fuhr' ... einen Gutteil der Publikumsresonanz auf sich ... lenken konnte" und nennt das Buch eine "romanhafte und leicht lesbare Biograhie, die historische Fakten mit Phantasie verbindet", dann setzt er zu meiner Ehrenrettung an: "Für den Historiker ist die Biographie von Leisner aber ungleich wertvoller, da sie auf noch intensiverem Studium von Quellen und Literatur beruht und damit der Wahrheit doch deutlich näher kommt. Das merkt man schon dem umfangreichen Anmerkungsapparat an, der kontinuierlich den Lebensweg von Bertha Benz belegt". Na, wenn das kein dickes Historikerlob ist! Vielen Dank Herr Pretsch!

Dienstag, 21. Januar 2014

Das Fallbeil der Nationalsozialisten

Am 10. Januar titelte die Süddeutsche Zeitung "Bayerisches Nationalmuseum - Nazi-Guillotine aufgetaucht" und berichtete, dass im Depot dieses Museums eine Guillotine "gefunden" worden ist, mit der möglicherweise während während des NS-Regimes 2805 Todesurteile durch Hinrichtung vollstreckt worden sind, darunter auch das Urteil gegen die Geschwister Scholl und ihren Freund Christoph Probst.

Natürlich wurde daraufhin sofort darüber gestritten, ob und wie man dieses grausige "Fundstück" ausstellen solle. 

Meine Gedanken bei dieser Nachricht: Ich habe das Gefühl, dass sich da Geier auf noch eines der tausend grauenhaften Relikte der Diktatur stürzen um es ja auch nur ans Licht zu zerren und auf irgendeine Weise zu vermarkten. Kann man dieses Mordinstrument nicht einfach weiterhin im Depot vermodern lassen? Muss man es, wie Hildegard Kronawitter, Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung, laut Süddeutsche sagt: "... sichtbar machen, aber in einem geeigneten Umfeld."? Ist seine Ausstellung wirklich hilfreich für die Auseinandersetzung mit den Schrecken der NS-Zeit? Ist diese Tötungsmaschine nicht immer ein "Sensationsstück", das Ausstellungsbesuchern zu einem kurzen Gruselmoment verhilft und Ikonen des Widerstandes auf das Podest hebt?

Hier kommt noch ein Link zu einem ausführlichen Artikel zu diesem Thema in der TAZ, der am gerade erschienen ist (ich danke Ursula Fritzle für den Hinweis).


Donnerstag, 2. Januar 2014

Tagung Freiberuflicher Kulturwissenschaflter in Hamburg 2014

Als Autorin von Biographien und Sachbüchern arbeite ich freiberuflich. Menschen mit ähnlichen Tätigkeiten haben sich vor längerer Zeit zum Bundesverband Freiberuflicher Kulturwissenschaftler zusammengeschlossen und auf dessen Tagung "Auf dem Markt" in Hamburg am 15.2.2014 möchte ich hier ausdrücklich aufmerksam machen. Der Flyer kann auch direkt von der Seite des Bundesverbandes heruntergeladen werden.
Einladung und Programm Bundesverband Freiberuflicher Kulturwissenschaftler

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Gewonnen!

Lust und Leid liegen bekanntlich dicht nebeneinander. Gerade hatte ich die Aufregung um die Abmahnung so ein wenig verdaut, da stand mir neue Aufregung ins Haus. 


Diesmal allerdings positive: Ich hatte mich mit meinem Google-Hangout auf dem ersten Post meines Blogs zum Kunstsurfen beim Wettbewerb “Wir zeigen es Euch – Die schönen Seiten des Internets” beworben. Vor einiger Zeit hatte ich habe mich schon gefreut, dass tatsächlich ich nominiert worden war. Letzte Woche war dann die Preisverleihung. Das ist immer noch eine spannende Angelegenheit, denn man weiß ja nicht, ob man wirklich einen Preis bekommt und auch nicht, was für ein Preis das eigentlich ist. 


Letzte Woche war die Preisverleihung. Zusammen mit Uta Krope und Horst Sievert von SLO sind wir nach in Berlin zur Google-Zentrale gereist. Dort trafen wir die Freunde, die wir sonst meist nur virtuell kennen. Dann wurde es aufregend: Zuerst wurde Marlit Pfeffele, die neben mir saß und beim Kunstsurfen mitmacht, für ihr E-Book mit Adventsrezepten mit einen ersten Preis ausgezeichnet, dann erhielt auch noch Helga Schwab, die an meinem Radiostammtisch bei SLO aktiv teilnimmt, einen Preis für ihren Blog "Wie geht das?" und dann - toll! - bekam mein Hangout, das ich zusammen mit den Kunstsurfer gemacht hatte, einen zweiten Preis in der Kategorie 1 (Einsteiger und versierte Internetnutzer). Ich bedanke hier mich noch einmal bei allen, die dabei mitgemacht haben. Ohne Sie wäre das Video gar nicht zustande gekommen! 


Die Gewiner
(Foto https://www.sicher-im-netz.de/)

Aber nicht nur Marlit und Helga haben gewonnen, auch Antonie Dell und Gisela Rößler waren bei den Siegern und auch sie kennen wir durch unsere Onlinetätigkeit. Das ist doch ein toller Erfolg für SLO, finden wir! 


Im Ganzen waren die Projekte, die ausgezeichnet wurden bzw. nominiert waren, übrigens wirklich interessant! Da war zum Beispiel auch Opas Blog dabei, der mir gut gefällt und in kürzester Zeit eine Unmenge Leser gefunden hat. Und es gab viele weitere tolle Ideen! Ich glaube im Netz gibt es noch viel mehr Aktivitäten von Senioren, die nur nichts von dem Wettbewerb wussten. Aber immerhin, es war das zweite Mal, dass diese Preise ausgeschrieben wurden und es gab schon doppelt so viele Bewerber wie im letzten Jahr! 

Donnerstag, 21. November 2013

Pommes - eine Abmahnung

15.11.2013

Ich kann keine Pommes mehr sehen.

Wieso? Das
Pommesbude (Foto Leisner)
Bild von dieser Pappschale mit Pommes ist schuld!

Dabei war wahrscheinlich alles ganz einfach: Der Fotograf Christoph Eckelt ist zur Pommesbude gegangen, hat Pommes bestellt, mit Ketchup, Holzgabel rein, auf den Tresen. Dann hat er die Kamera gezückt, das Ganze noch ein bisschen ins Licht gerückt und ein paarmal abgedrückt. Schon hatte er sein Bild für den Beitrag "Berlins Beste Pommesbuden" im Berliner Stadtmagazin Zitty. Da hat er schon ein bißchen dran verdient. "Einfaches Nutzungsrecht" hat er geschrieben. Dann hat er das Bild noch der Caro Fotoagentur gegeben. Ich nehme an, wenn sie es verkauft, verdient er wieder daran. Sie hat es in ihr Online-Angebot gestellt.

Jetzt hat der Fotograf oder die Agentur eine Bildersuchmaschine durchs Internet gejagt und sein Bild abgleichen lassen.

Auf meinem Blog (Nord)deutschstunde haben sie ihr Pommesfoto gefunden! Mist, und ich war im Sommer so sicher, dass ich alle Bilder, an denen ich keine Rechte habe, aus meinen Blogs gelöscht habe! Ich hab die verdammten Pommes übersehen!!!!

Nein, ich habe das Bild nicht auf der Seite der Fotoagentur gefunden, da sei der Himmel vor! Sie hätte mir für das Bild auch gar keine Lizenz gegeben. Mit meinem kleinen Blog zähle ich nicht als Kundin. Ich kann mich da nicht einmal registrieren lassen. Ich hab's versucht. Nix da, keine Reaktion, null, nada.

Es guckt auch keiner drauf auf das Blog, seit April kein einziger Klick auf den Post Currywurst (ich hab das Bild sofort gelöscht) und insgesamt nur 418 Klicks auf das ganze Blog. Ich werb nicht dafür. Ich hab das nur gebraucht um beim Sprachenlernen Gesprächsanlässe zu haben und damit Fremdsprachler ein wenig Deutsch hören können bzw. konnten, denn die Audios sind beim Umzug verloren gegangen.

Aber zurück zum Bild. Ich hab das von irgendwo aus dem Internet. Weiß der Himmel woher. Ich wollte meinen Post über die Currywurst noch schöner machen, hab das Bild gefunden und es in meinen Post eingestellt. Wann das war? Das ist genau die Frage. Gefunden haben sie es in dem Blog auf Wordpress, den ich im April dieses Jahres eingerichtet habe. Übernommen hab ich den Post von Posterous. Ich hab ihn schon 2009 geschrieben. Posterous ist im April aus dem Internet verschwunden.

Die Agentur hat den Anwalt Dr. Hans Josef Lütke beauftragt mich abzumahmen. Er verlangt als Lizenzgebühr 214,00 Euro für das Bild, soviel wie sie von einem normalen Kunden kriegen könnten - wenn es denn jemand kauft. Auf Wikipedia kann man schließlich ganz ähnliche Bilder umsonst herunterladen. Und dann will er noch mal dasselbe für die Urheberrechtsverletzung und dann noch 100 Euro Anwaltskosten für den Brief, den er geschrieben hat. Summa summarum und mit Kulanz darf ich das Bild für 480,00 (eigentlich soll alles zusammen 528 Euro kosten) weiternutzen, zahlbar eine Woche nach Erhalt des Schreibens.

Ich hab natürlich Hilfe gesucht. Zum Glück hatte ich schon einmal die Rechtsanwältin Astrid Christofori zum Urheberrecht befragt. Sie beantwortet im Google-Hangout auf Ununi.tv Fragen dazu und kennt sich richtig gut aus. Von ihr bekam ich Rat, aber auch die Mahnung zur Vorsicht. Denn so eine Abmahung kann, wenn man nichts tut schnell noch viel teurer werden, sagt sie, und man kann nicht wissen, wie ein Gericht entscheidet.

Immerhin dachte ich, dass ich ein paar gute Argumente habe: Ich betreibe das Blog rein privat - beruflich habe ich andere Blogs, mit denen dieses weder verlinkt noch anders verbunden ist. Fast niemand sieht sich mein Werk an (und damit wird auch das Bild des Fotografen nicht durch fremde Augen abgenutzt). Das Blog besteht erst ein halbes Jahr in dieser Form. Und zum Schluss: Auf Privatpersonen wird das MFM nicht angewendet. Das ist die Liste, nach der diese irrsinnig hohen Bildpreise ausgerechnet werden. Hier ein Link dazu. Da hatte ich doch tatsächlich die die Hoffnung, dass ich nicht ganz so viel zahlen müsste.

Heute habe ich den Anwalt angerufen. Er war fast empört über meine Argumente und die Nachfrage, ob er einer geringeren Zahlung einverstanden wäre. Hätte ich mir auch denken können. Prozesse führen ist schließlich sein Geschäft oder?

Jetzt müsste ich mir einen Anwalt nehmen. Angeboten werden im Internet in solchen Fällen Preise von ca. 140 bis 170 Euro für die gesamte Durchfechtung eines solchen Falles. Damit könnte ich zwar die zahlbare Summe an den Anwalt der Gegenseite reduzieren, aber meine Kosten würden im Grunde gleich bleiben. Und unsicher ist die ganze Lage auch. Ganz abgesehen von den Nerven, die mich die Anglegenheit kostet.  Vielleicht würde ich Recht bekommen, dass die Bildlizenz nicht so viel wert ist, wie die Gegenseite behauptet. Vielleicht auch nicht ....

Das ist genau die Rechtsunsicherheit, die es Anwälten ermöglicht mit Abmahnungen im Internet richtig abzukassieren. Ich habe heute die 480 Euro überwiesen! Das sind die teuersten Pommes meines Lebens.

Montag, 4. November 2013

Interview zum Ratgeber Abschiednehmen

Frisch im Netz aufgenommen: Uta Krope von Senioren-Lernen-Online interviewt mich zu meinem E-Book "Ratgeber Abschiednehmen - Rat und Hilfe in den Tagen der Trauer"