Samstag, 8. Oktober 2011

Lesungen im Oktober aus der Bertha-Benz-Biografie

Im Oktober bin ich gleich dreimal eingeladen aus meiner Biografie von Bertha Benz zu lesen. Also werde ich ein wenig in der Bundesrepublik herumreisen:

Am 20. Oktober 2011 bin ich um 18.30 Uhr vom Deutschen Akademikerinnen Bund  in das Bürgerhaus Kronshagen in Kiel eingeladen (Kopperpahler Allee 69/Ecke Eichkoppel, Tagungsraum 1 - Parkplätze sind am Haus, Öffentliche Verkehrsmittel: Buslinien 34 oder 6/Haltestelle Gebrüder Grimm Schule).

Am 26. Oktober werde ich dann in Roßdorf in der Nähe von Darmstadt sein, wo ich um 20:00 Uhr im Sonnensaal (Darmstädter Straße 9) lesen werde. Die Buchhandlung Bücherinsel, die in Roßdorf und Dieburg je eine Buchhandlung betreibt, hat mich zusammen mit dem Frauenbüro der Gemeinde Roßdorf eingeladen und ich freue mich natürlich das Leben von Bertha Benz gerade in Kreisen vorzustellen, die sich für die Geschichte und die Emanzipation der Frauen besonders interessieren.

Und am folgenden Tag, dem 27. Oktober, werde ich dann um 19:00 im Stadtmuseum Karlsruhe (Karlstr. 10 ) erwartet. Dort läuft noch bis zum 29. Januar 2012 die Ausstellung "Carl Benz und Carlsruhe", in der natürlich die frühen Lebensjahre des Erfinders und seine Ausbildung im Polytechnikum der Stadt im Zentrum stehen.

Montag, 3. Oktober 2011

Bertha Benz - Eine von dreizehn "Provokanten Weibsbildern"

Während meiner Arbeit an der Biografie von Bertha Benz, schrieb mir Dorothea Keuler von ihrem Projekt: Sie war dabei ein Buch über "Provokante Weibsbilder - Historische Skandale aus Baden-Württemberg" zu schreiben und fragte nach dem Stand meiner Forschungen.
Jetzt ist das Buch von Frau Keuler im Silberburg erschienen und ich erhielt ein Belegexemplar und konnte mich über den Dank der Autorin im Vorwort freuen.
Dorothea Keuler beleuchtet in dreizehn historischen Skizzen das Leben ganz unterschiedlicher Protagonistinnen. Da lernt man Margarthe Renner kennen, die schon vor dem Bauernkrieg als "aufsässiges Weib" verschrien war, oder die Bürgerin Katharina Kepler - Mutter des berühmten Astronomen -, die sich unter anderem auch mit Kräutern auskannte und beweisen musste, dass sie keine Hexe war. Aber auch blaublütige Frauen sind darunter, die sich gegen die Konventionen gestellt haben, und eben auch Bertha Benz, die mit ihrer ersten Fernfahrt mit einem Automobil zwar keinen echten Skandal hervorgerufen hat, aber für ihre Zeit doch zu Recht zu den "provokanten" Frauen gezählt werden darf.
Mit diesem kurzen Hinweis sei das Buch allen ans Herz gelegt, die gern mehr darüber erfahren, wie Frauen früher gelebt haben und welchen "Anfechtungen" sie ausgesetzt sein konnten. Die Autorin hat übrigens noch weitere "Frauenbücher" veröffentlicht, die sich sicher ebenso gut lesen, wie dieses.

Dorothea Keuler, Provokante Weibsbilder - Historische Skandale aus Baden und Württemberg, Silberburg Verlag 2011, 208 Seiten, 74 Abbildungen, gebunden, EURO 19,90
ISBN 978-3-8425-1134-7

Mittwoch, 28. September 2011

"Ein Kind zuviel" - eine bewegende Biographie von Anna Sauseng

Vor einiger Zeit habe ich bei Senioren-Lernen-Online.de eine Online-Schreibwerkstatt angeboten, an der mehrere Seniorinnen - unter ihnen auch Anna Sauseng aus Österreich - teilnahmen.

Die Texte, die dort entstanden sind, kann man auf dem Blog der Schreibwerkstatt nachlesen. Dort finden sich auch Annas erste Texte, die zu biographischen Anlässen entstanden. Sie berichtet von dem Schwalbenhaus, in dem sie ihre frühen Kindertage verbrachte, und von dem Fensterputztag; eine Erinnerung an die Zeit im Haushalt einer "feinen" Familie, wo sie als junges Mädchen nicht nur die Ecken zwischen Fensterrahmen und Glas mit dem Streichholz säubern musste.

Anna Sauseng hat in der Zwischenzeit ihre Schreibarbeit fortgesetzt und ihre Lebensgeschichte zu Papier gebracht. Es ist eine Lebensgeschichte, wie man sie selten zu lesen bekommt, da nur wenige Menschen die Kraft haben, so tief  wie sie in die - nicht immer leichten -  Kindheits- und Jugenderfahrungen einzutauchen und diese literarisch zu gestalten. Eine längere Rezension dazu habe ich vor einiger Zeit in das oben genannte Weblog eingestellt. Ich möchte aber auch meinen Leserinnen und Lesern dieses Blogs das schmale Buch von Anna Sauseng wärmstens ans Herz legen.

Dienstag, 20. September 2011

Ewiger Parkplatz für Carl Benz in Mühlburg (Karlsruhe)


Von Prof. Holger Martin erhielt ich diesen schönen Hinweis:

In Mühlburg - einem Unterzentrum von Karlsruhe - steht seit dem 11. September auf dem Carl-Benz-Platz ein Nachbau des Patentmotorwagen aus Stahl. Schon im Juni war der Platz eingeweiht worden, auf dem eine Sitzbank zum Verweilen einlädt und eine Infotafel an das Leben und Schaffen des Erfinders erinnert. Denn der wohl berühmteste Sohn der Stadt wurde am 25. November 1844 unweit dieses Platzes an der heutigen Rheinstraße 22 geboren.

Mit dem "ewigen Parkplatz" wurde das Erinnerungsmal nun fertiggestelt. Außerdem ist in Mühlburg übrigens auch eine Veranstaltungshalle nach dem Erfinder benannt, sowie in Karlsruhe-Stadt die "Carl Benz School" der Universtität.

Das Besondere an dem neuen Motorwagen auf seinem ewigen Parkplatz aber ist: Schüler der Vogesenschule haben beim Schweißen mitgemacht und das Lackieren übernommen, als der Wagen in der Werkstatt der Firma Hettmannsperger nachgebaut wurde.

Bilder von der Einweihung sind hier auf der Website des Mühlburger Bürgervereins zu sehen und es gibt auch einen Film von der Arbeit am Motorwagen in der Bohrfirma im Internet. 


Sonntag, 18. September 2011

Bertha Benz Challenge - Fahrt der Elektromobile zum Abschluss des Automobilsommers

Nein, ich war nicht dabei bei der Bertha Benz Challenge, leider. Aber natürlich hat es mich interessiert, was da im Namen der ersten "Auto- und Fernfahrerin" der Welt in Baden-Württemberg stattgefunden hat.

Nicht unwichtig ist ja auch, dass die Bertha Benz Memorial Route, die inzwischen als historische deutsche Ferienstraße offiziell anerkannt und Mitglied im ERIH (European Route of Industrial Heritage) ist, mit dieser Fahrt offiziell eingeweiht wurde.

Nachlesen kann man das alles unter der Website der Organisatoren, wo es auch jede Menge Bilder von der Fahrt der Elektrowagen von Mannheim nach Pforzheim und zurück zu betrachten gibt.

Mittwoch, 7. September 2011

Stadtpark-Revival 2011 - zum 10. Mal fuhren Oldtimer die historische Runde

Im Fahrerlager bei den Motorrädern. Eine Velocette
wird fotografiert  (Foto Leisner)
Letztes Wochenende fand zum 10. Mal, dieses große Veteranen-Fest in Hamburg statt, zu dem inzwischen auch aus dem Ausland Teilnehmer und Besucher anreisen.

Sie alle wurden am Sonnabend von der Sonne verwöhnt, am Sonntag kam dann leider zwischendurch Regen auf.

Aber das stört Veteranenliebhaber nicht. Sie kamen in Scharen und  beklatschten die Fahrer der historischen Motorräder und Autos, die auf ihrem Rundkurs an ihnen vorbeizogen.

Die Renngespanne werden aufgerufen.  (Foto Leisner)



Und dass da einige Fahrer fast schon echte Rennen austrugen, gehört bei dieser  Veranstaltung einfach mit dazu, auch wenn es sich offiziell um ein "Gleichmäßigkeitsrennen" handelt.

Allerdings kamen nicht alle "heil durch die Kurven". Zu hören war, dass am Sonnabend ein Oldtimer einen der Strommasten mitnahm, ein zweiter auf ihn auffuhr und ein Käfer auch noch anfing Feuer zu fangen  ...

Hier ein paar eigene Fotos vom Sonntag.

Rengespann im Fahrerlager  (Foto Leisner)

Renngespann in der Kurve  (Foto Leisner)

Ein Rennwagen biegt in die Kurve ein  (Foto Leisner)

Gleich folgt der Nächste!  (Foto Leisner)

Auch für  die Kleinsten ist gesorgt!  (Foto Leisner)

Ein Sammler von alten Polizeiuniformen  (Foto Leisner)

Der Stand des Museums Prototyp. Im Vordergrund der VW,
der zum Filmstar wurde.  (Foto Leisner)




Sonntag, 28. August 2011

Bertha Benz Challenge - der Abschluss des Automobilsommers 2011 in Baden-Württemberg

Bei dieser Fahrt am 10. und 11. September 2011, die wie die erste Fernfahrt von Bertha Benz von Mannheim nach Pforzheim und zurück führt, stehen Autos mit alternativen Antrieben im Mittelpunkt. Mit ihr sollen alternative und nachhaltige Antriebsweisen einer großen Öffentlichkeit vorgestellt und gezeigt werden, dass es bereits heute zukunftsgerechte Autos gibt.

Das erste Auto vor der Apotheke in Wiesloch.
Fotografiert im Fahrzeugmuseum Marxzell
 
(Foto Leisner)
Die historische Route und die Benennung nach der mutigen Frau des Autoerfinders ist da eigentlich ganz stimmig. In der Ankündigung der Challenge wird dazu die Vorsitzende des veranstaltenden Vereins "Bertha Benz Memorial Route e. V." zitiert: „Bertha Benz fuhr damals keinen Oldtimer, sondern das innovativste Fahrzeug ihrer Zeit. Und an der Bertha Benz Challenge wiederum werden die innovativsten Fahrzeuge unserer Zeit teilnehmen!“

Die Bertha Benz Challenge ist übrigens zugleich auch die offizielle Einweihungsfahrt der historischen Ferienstraße Bertha Benz Memorial Route. Diese folgt den Spuren der ersten Autofernfahrt von 1888 und markiert so die älteste Automobilstraße der Welt.