Montag, 18. Dezember 2017

Engel in Kattendorf

Eglon van der Neer, Tobias wird von einem Engel begleitet,1690, Rijksmuseum Amsterdam
Für den Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. in Hamburg hatten der inzwischen verstorbene Prof. Dr. Dr. Wenzel Lohff, Henriette Hochhuth und ich einst eine Lesung ausgearbeitet, die sich mit den Engeln beschäftigt. Wir haben sie zweimal für die Mitglieder des Förderkreises gehalten.

Jetzt zum 3. Advent waren die damals ausgewählten Texte mit musikalischer Begleitung im Resonanzraum in Kattendorf zu hören. Christine Worm, Gabriele Lütters und ich hatten die Lesung etwas gekürzt um Zeit für Musik zu schaffen. Von Christine am Flügel und von Gabriele mit der Leier begleitet, entfalteten die Gedichte und Geschichten eine ganz neue Wirkung. Dazu ließen die zu den Texten projizierten Bilder von Gemälden, Plastiken und Zeichnungen die unterschiedlichen Engel fast leibhaftig im Raum erscheinen. Die etwa zwanzig Zuhörer waren deutlich bewegt und spendeten am Ende lebhaften Beifall. Mir selbst hat die Lesung noch einmal viel Freude gemacht!

Sonntag, 11. Juni 2017

Sommer - Zeit für Oldtimertreffen

Immer wenn die wärmeren und trockenen Tage kommen, dann geht es wieder los mit den Oldtimertreffen und -veranstaltungen. Hier im Norden fängt es mit den Classic Motor Days am Hungrigen Wolf an. Dieses Jahr habe ich dort ein Video von einem besonderen Motorrad mit Beiwagen gemacht. Es stammt von einem Gutshof in Dänemark und hatte in seinem langen Leben nur wenige Besitzer!



Dann gibt es nette kleine Treffen überall auf dem Land, wo Bauern und Liebhaber mit ihren alten Treckern, Ackergeräten und Autos zusammenkommen, wie zum Beispiel beim Brander Oldtimer Pfingsttreffen ...



Aber es gibt natürlich auch die ganz großen Märkte, die sich mit der Veterama im Mannheim messen (können, wollen, dürfen??), wie in Bockhorn in Ostfriesland. Da sitzen die Bewohner dann am Wochenende des Oldtimermarktes bei Kaffee und Kuchen an der Straße und lassen die alten Autors an sich vorüberrollen, bis die alten Schätze schließlich auf den Wiesen und Feldern des Dorfes reihenweise nebeneinander stehen und von Besuchermassen bestaunt werden. Natürlich gibt es auch riesigen einen Markt, auf dem man sich wundern kann, was es so alles gibt und einen neuen Eigentümer finden soll!

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal dort. Hier ein paar eigene Eindrücke:












Mittwoch, 31. Mai 2017

Rollendes Museum - Ausfahrt des TCS Youngtimer & Classic zu Bertha Benz

Youngtimer vom TCS Youngtimer & Classic
bei der Abfahrt (Foto Leisner)
Seit fünf Jahren gibt es den Verein TSC Yountimer & Classic in Basel (TCS steht übrigens für den altehrwürdigen "Touring Club Schweiz") und offensichtlich haben seine aktiven Mitglieder große Freude daran ihre Fahrzeuge, wie in den Statuten festgelegt, als technische Kulturgüter zu pflegen ud zu präsentieren. Jedes Jahr machen sie eines mehrtägige Ausfahrt.

Diesmal führte sie zu "Besuch bei Bertha Benz" und das ist der Grund, warum ich den Verein kennengelernt habe. Ein ausführliches Roadbook informierte über die Fahrtroute und das ausgeklügelte Programm, das von großem historischem Interesse zeugt:
Roadbook des TCS
Youngtimer & Classic 2017

Mit insgesamt 14 Youngtimern ging es von Basel in Richtung Mannheim, dem Wirkungsort von Carl Benz. Zuerst stand das Motor-Sport-Museum und das Technik-Museum in Speyer auf dem Programm. Tags darauf fuhr man zum Technoseum in Mannheim, wo es eine Führung durch die Ausstellung zum 200jährigen Jubiläum der Draisine zu sehen gab,  und nachmittags zum Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg, durch das der Gründer und Leiter Winfried Seidel die Besucher führte. Für den Abend hatte man mich als Referentin eingeladen. Mir hat es viel Spaß gemacht, den sehr interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern Bertha Benz und ihren Anteil an der Erfindung des "selbstbeweglichen" Wagens vorzustellen. Am letzten Tag fuhr das "rollende Museum", bevor es zurück nach Basel ging, noch zum Unimog-Museum in Gaggenau.  

Wenn das keine Tour-de-force durch die Technikmuseen im Südwesten gewesen ist!

Youngtimer vom TCS Youngtimer & Classic bei der Abfahrt (Foto Leisner)


Montag, 17. April 2017

Ostern 2017

Ach du je, wie die Zeit vergeht! Erstmal wünsche ich natürlich noch allen meinen Lesern

Frohe Ostertage!

Das Bild stammt aus den Fliegenden Blättern (50.1919, Nr. 3847,
S. 154), die man online bei der (CC-BY-SA 4.0 by
Universitätsbibliothek Heidelberg) einsehen kann:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/fb148/0104 

Und dann möchte ich doch einmal darauf hinweisen, dass ich sehr viel mehr in meinem Blog Friedhofsfreunde veröffentliche als hier. Dort kann ich einfach aktuell zum Thema historische Friedhöfe berichten. Monatlich einmal gibt es meistens auch einen Post auf dem Blog Kunstsurfen, dort geht es um die virtuellen Museumsbesuche, die ich im Rahmen von Senioren Lernen Online durchführe. Also ich bin immer noch aktiv. 
Nur hier in diesem Blog gibt es eben nicht so viel Neues zu berichten (:-(().

Samstag, 30. Juli 2016

Ein Leserbrief zu Sophie Scholl

Meistens weiß ich nicht, wer meine Bücher liest und was meine Leser darüber denken. Aber ab und kommt doch eine Nachricht aus der Leser/innen-Welt da draußen bei mir an. Und dann freue ich mich, wenn sie einserseits so positiv ist wie die Mail, die mich vor längerer Zeit erreichte, und mich andererseits auch auf Fehler in meinem Text aufmerksam macht.

Der Leser, ein ehemaliger Lehrer an einem "Sophie-Scholl-Gymnasium", schreibt, dass er ein Exemplars meines Buches über Sophie Scholl in die Hände bekommen hat, dessen Preis noch in D-Mark angegeben ist. (Da sieht man einmal, wie lange Bücher brauchen, bis sie gelesen werden, das muss ja noch vor 2001 gekauft worden sein!)

Samstag, 4. Juni 2016

Mein Vortrag in der Schwabenakademie Irsee

Eigentlich sollte ich heute nicht zuhause vor meinem Computer sitzen, sondern an der Tagung "Thana-Tourismus" in der Schwabenakademie Irsee teilnehmen. Das interessante Programm habe ich schon vor einiger Zeit in meinem Blog "Friedhofsfreunde" veröffentlicht. Morgen sollte ich dort meinen Vortag halten:

Vortrag zum Thema Thana-Tourismus
Doch die Reise aus dem hohen Norden in den Süden der Republik und die Anstrengungen der Tagung wären im Augenblick leider zu viel für mich und so musste ich meine Teilnahme vor zwei Wochen absagen. 

Mein Vortrag morgen wird ausfallen oder durch jemand anderen ersetzt werden. Aber er ist fertig und kann hier aus der Dropbox heruntergeladen werden. In dem Text sind alle Links zu den Bildern enthalten, die ich für meine Powerpointpräsentation benutzt habe.  

Montag, 12. Oktober 2015

Humanoide (II) - Olympias Fotoausstellung

Hunanoide II von Olympia (Foto B. Leisner mit
freundlicher Genehmigung von Olympia Sprenger)
Am Sonnabend hatte die Fotgrafin und Künstlerin Olympia zur Ausstellung nach Moorburg eingeladen. "Humanoide II" waren zu sehen. (Wie der Titel vermuten lässt, gab es auch schon eine Ausstellung "Humanoide I", über die ich leider nicht berichtet habe).

Der Begriff stammt aus der Science-Fiktion-Literatur und wird in Wikipedia als "Lebensformen und Maschinen, die ein menschliches oder menschen­ähnliches Erscheinungsbild aufweisen" erklärt.

Porträtreihe der Hunanoiden (II) von Olympia mit einer 
Besucherin  (Foto B. Leisner mit 
freundlicher
Genehmigung von Olympia Sprenger)
Der Titel passt perfekt, denn bei den Bildern handelt es sich tatsächlich um Porträts von Menschen aus Olympias Umgebung. Aber ihre Humanoiden sind nicht einfach nur Porträts. Olympias Kunst ist es, diese Bilder - jenseits der digitalen Technik ganz im analogen Verfahren - mit Abbildungen aus der Natur, der Medizin oder anderen Lebensbereichen so zu überblenden und anschließend chemisch zu überarbeiten, dass fremdartige Wesen erscheinen. Ihr menschlicher Ursprung ist zwar noch vorhanden, zugleich aber treten durch die Verfremdungen neue Wesenszüge auf, die zuvor unsichtbar waren.

Damit ist nicht gemeint, dass Olympia nicht auch lebensechte Porträts von hoher Qualität fotografiert, wie man auf ihrer Website sehen kann. Doch die Verfremdungen, die Überblendungen, der Überraschungseffekt, was hinter, über oder in den Bildern steckt, faszinieren die Künstlerin viel zu sehr. So vermag sie immer neue hunanoide "Lebensformen" aus ihren Fotografien hervorzuholen und man darf gespannt sein, was in ihrer Fotowerkstatt weiterhin entstehen wird.