Dieses Jahr habe ich in Stakendorf bei den Wikingern am Tisch gesessen und in Bendfeld beim Schiffsuntergang die Möwen schreien und Wellen plätschern gehört! Und gerade lese ich, dass Bendfeld den Wettbewerb gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch!
Dienstag, 27. August 2019
Strohfiguren in der Probstei
Dieses Jahr habe ich in Stakendorf bei den Wikingern am Tisch gesessen und in Bendfeld beim Schiffsuntergang die Möwen schreien und Wellen plätschern gehört! Und gerade lese ich, dass Bendfeld den Wettbewerb gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch!
Samstag, 11. Mai 2019
Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur - es geht weiter
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| Illustration zu "Melpomene oder Grablieder" (Bd.1) von Michael Jung: "In Trauer klagt auf Gräbern Melpomene/doch heben uns zum Himmel ihre Töne" (Quelle) |
Inzwischen hat das Autorenteam fleißig gearbeitet: Es liegen ca. 200 Stichworte zum Themenkreis Tod und Sterben, Bestattung und Trauer in Literatur, Musik, Fotografie und Film vor, geschrieben von insgesamt zwölf Autoren!
Mir hat man das Lektorat übertragen und so arbeite ich mich jetzt Begriff für Begriff - in alphabetischer Reihenfolge - durch die fertigen Stichworte durch. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie vielfältig und interessant diese Stichworte sind. Ich lerne gerade unheimlich viel über Film und Fotografie aber auch über Werke der Literatur und Musik. Unser Thema ist unglaublich umfassend! Entsprechend aufwendig ist auch die Arbeit am Lektorat. Bis zum Ende des Jahre wollen wir fertig sein. Ich werde weiter berichten...
Und damit der Post nicht so trocken ist, hier ein Beispiel für einen der Begriffe (wobei ich die Quellen- und Literaturhinweise hier erst einmal auslasse):
Melpomene
(altgriechisch „die Singende“) ist die Muse der tragischen Dichtung und des Trauergesangs. Wie ihre Schwestern, die acht anderen olympischen Musen der Antike, ist sie die Tochter des Zeus und der Mnemosyne. Ihre Symbole sind die weinende Maske und die Keule oder der Dolch. Ihre tragische Maske wird oft mit der lachenden Maske der Thalia, der Muse der unterhaltenden Dichtung, zusammengebunden. Beide Masken zusammen stehen symbolisch für das Theater.
Die Zahl der neun Musen und ihre Zuordnung entstammt der Theogenie des Hesiod (6. Jh. v. Chr.). Dichter riefen die Musen um Unterstützung und Inspiration an. So bittet Horaz in einer Ode, in der es um den Tod eines Mannes namens Quintilius geht, Melpomene, der „der Vater mit der Kithara eine helle Stimme gab“ einen Trauergesang anzuordnen. Dieses Motiv der Anrufung wird in unzähligen späteren Gedichten aufgenommen. So heißt es zum Beispiel bei Anna Louisa Karsch in dem Gedicht „An die Melpomene wegen des Prinzen Heinrichs des jüngern Königlichen Hoheit“ (1763): „…und rief, o Melopomene!/ Dich an mit tragischem Gefühl,/ Dich lud ich ein zum klagenden Gesange …“. Zudem erscheint diese Muse als trauernde Gestalt am Grab, wie zum Beispiel in der „Grabschrift“ für Schlegel von Heinrich Christian Boie (1764). Der Name der tragischen Muse kann aber auch selbst zum Titel für literarische Sammlungen werden, so z.B. von zwei Theaterstücken von August Klingemann, von denen eines ein Trauerspiel ist, oder von Grabliedern. Michael von Jung, Pfarrer in Kirchdorf an der Iller, veröffentlichte 1839 unter diesem Titel im Selbstverlag 200 seiner Grablieder, die sich durch drastische Darstellung, Gottvertrauen, aufklärerischen Geist, aber auch unfreiwillige Komik auszeichnen.
Natürlich wird Melpomene auch gemeinsam mit den anderen acht Musen oder einzeln in Verbindung mit ihrer heiteren Schwester Thalia genannt. So wie Herodot die Historien hat auch Johann Wolfgang von Goethe seine Dichtung „Herrmann und Dorothea“ in neun „Gesänge“ unterteilt, die jeweils mit dem Namen einer der Musen übertitelt sind, allerdings ohne inhaltlich deren symbolischer Bedeutung zu folgen. Dagegen lässt Friedrich Schiller in seinen Xenien Shakespeares Schatten fragen, ob man in Schillers Zeit „den leichten Tanz der Thalia/ Neben dem ernsten Gang, welchen Melpomene geht“ sehe, worauf der Dichter antwortet: „Keines von beiden! Uns kann nur das Christlich-Moralische rühren,/ Und was recht populär, häuslich und bürgerlich ist.“
In der Musik ist Melpomene anscheinend relativ selten zu finden: Ludwig van Beethoven schrieb die Musik zu einem allegorischen Ballett, das 1801 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Darin wird die Geschichte des Prometheus erzählt, der zwei Bildnisse belebt und sie von Musikern und Musen – unter ihnen Melpomene für das Trauerspiel – unterrichten lässt.
BL
Mittwoch, 11. April 2018
Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur - Begriffe aus Literatur, Musik, Fotografie und Film
| Bd. 5 des Lexikon der Bestattung- und Friedhofskultur |
Inzwischen ist der noch fehlenden Band 4 vom Beirat anvisiert worden. Ursprünglich sollte er das Thema der Bestattungs- und Friedhofskultur im Bereich der Medien beinhalten. Doch wurde bald klar, dass diese Aufgabe zur Zeit noch zu hoch gesteckt ist, da die Grundlagenforschung in vielen Bereichen fehlt. Deswegen wird sich dieser Band auf 100 (oder mehr) Begriffe aus Literatur, Musik, Fotografie und Film beschränkt, die mit Tod und Sterben zusammenhängen. Die Arbeitsgruppe für diesen Band, der auch ich angehöre, hat sich inzwischen auf eine Liste von Stichworten geeinigt, die zwar noch nicht endgültig, aber doch schon umfangreich ist. Es liegt auch schon eine ganze Reihe von Artikeln vor. Doch sind noch längst nicht alle geschrieben.
Falls jemand von meinen Lesern Interesse hat, das eine oder andere Stichwort zu bearbeiten, möge er oder sie sich bitte direkt bei mir melden (barbara.leisner(at)gmail.com). Ich stelle dann die Stichwortliste zur Verfügung. Es fehlen zum Beispiel noch Texte zu den Stichworten: Bestatter (Thema in lit/in Film) und Bestattung allgemein; Blut; Bühnentod; Giftmord; Heldentod; Henker; Kriegsfilm; Opfertod und andere.
Montag, 18. Dezember 2017
Engel in Kattendorf
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| Eglon van der Neer, Tobias wird von einem Engel begleitet,1690, Rijksmuseum Amsterdam |
Jetzt zum 3. Advent waren die damals ausgewählten Texte mit musikalischer Begleitung im Resonanzraum in Kattendorf zu hören. Christine Worm, Gabriele Lütters und ich hatten die Lesung etwas gekürzt um Zeit für Musik zu schaffen. Von Christine am Flügel und von Gabriele mit der Leier begleitet, entfalteten die Gedichte und Geschichten eine ganz neue Wirkung. Dazu ließen die zu den Texten projizierten Bilder von Gemälden, Plastiken und Zeichnungen die unterschiedlichen Engel fast leibhaftig im Raum erscheinen. Die etwa zwanzig Zuhörer waren deutlich bewegt und spendeten am Ende lebhaften Beifall. Mir selbst hat die Lesung noch einmal viel Freude gemacht!
Sonntag, 11. Juni 2017
Sommer - Zeit für Oldtimertreffen
Immer wenn die wärmeren und trockenen Tage kommen, dann geht es wieder los mit den Oldtimertreffen und -veranstaltungen. Hier im Norden fängt es mit den Classic Motor Days am Hungrigen Wolf an. Dieses Jahr habe ich dort ein Video von einem besonderen Motorrad mit Beiwagen gemacht. Es stammt von einem Gutshof in Dänemark und hatte in seinem langen Leben nur wenige Besitzer!
Dann gibt es nette kleine Treffen überall auf dem Land, wo Bauern und Liebhaber mit ihren alten Treckern, Ackergeräten und Autos zusammenkommen, wie zum Beispiel beim Brander Oldtimer Pfingsttreffen ...
Aber es gibt natürlich auch die ganz großen Märkte, die sich mit der Veterama im Mannheim messen (können, wollen, dürfen??), wie in Bockhorn in Ostfriesland. Da sitzen die Bewohner dann am Wochenende des Oldtimermarktes bei Kaffee und Kuchen an der Straße und lassen die alten Autors an sich vorüberrollen, bis die alten Schätze schließlich auf den Wiesen und Feldern des Dorfes reihenweise nebeneinander stehen und von Besuchermassen bestaunt werden. Natürlich gibt es auch riesigen einen Markt, auf dem man sich wundern kann, was es so alles gibt und einen neuen Eigentümer finden soll!
Dieses Jahr war ich zum ersten Mal dort. Hier ein paar eigene Eindrücke:
Dann gibt es nette kleine Treffen überall auf dem Land, wo Bauern und Liebhaber mit ihren alten Treckern, Ackergeräten und Autos zusammenkommen, wie zum Beispiel beim Brander Oldtimer Pfingsttreffen ...
Dieses Jahr war ich zum ersten Mal dort. Hier ein paar eigene Eindrücke:
Mittwoch, 31. Mai 2017
Rollendes Museum - Ausfahrt des TCS Youngtimer & Classic zu Bertha Benz
| Youngtimer vom TCS Youngtimer & Classic bei der Abfahrt (Foto Leisner) |
Diesmal führte sie zu "Besuch bei Bertha Benz" und das ist der Grund, warum ich den Verein kennengelernt habe. Ein ausführliches Roadbook informierte über die Fahrtroute und das ausgeklügelte Programm, das von großem historischem Interesse zeugt:
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| Roadbook des TCS Youngtimer & Classic 2017 |
Mit insgesamt 14 Youngtimern ging es von Basel in Richtung Mannheim, dem Wirkungsort von Carl Benz. Zuerst stand das Motor-Sport-Museum und das Technik-Museum in Speyer auf dem Programm. Tags darauf fuhr man zum Technoseum in Mannheim, wo es eine Führung durch die Ausstellung zum 200jährigen Jubiläum der Draisine zu sehen gab, und nachmittags zum Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg, durch das der Gründer und Leiter Winfried Seidel die Besucher führte. Für den Abend hatte man mich als Referentin eingeladen. Mir hat es viel Spaß gemacht, den sehr interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern Bertha Benz und ihren Anteil an der Erfindung des "selbstbeweglichen" Wagens vorzustellen. Am letzten Tag fuhr das "rollende Museum", bevor es zurück nach Basel ging, noch zum Unimog-Museum in Gaggenau.
Wenn das keine Tour-de-force durch die Technikmuseen im Südwesten gewesen ist!
| Youngtimer vom TCS Youngtimer & Classic bei der Abfahrt (Foto Leisner) |
Montag, 17. April 2017
Ostern 2017
Ach du je, wie die Zeit vergeht! Erstmal wünsche ich natürlich noch allen meinen Lesern
Und dann möchte ich doch einmal darauf hinweisen, dass ich sehr viel mehr in meinem Blog Friedhofsfreunde veröffentliche als hier. Dort kann ich einfach aktuell zum Thema historische Friedhöfe berichten. Monatlich einmal gibt es meistens auch einen Post auf dem Blog Kunstsurfen, dort geht es um die virtuellen Museumsbesuche, die ich im Rahmen von Senioren Lernen Online durchführe. Also ich bin immer noch aktiv.
Frohe Ostertage!
Und dann möchte ich doch einmal darauf hinweisen, dass ich sehr viel mehr in meinem Blog Friedhofsfreunde veröffentliche als hier. Dort kann ich einfach aktuell zum Thema historische Friedhöfe berichten. Monatlich einmal gibt es meistens auch einen Post auf dem Blog Kunstsurfen, dort geht es um die virtuellen Museumsbesuche, die ich im Rahmen von Senioren Lernen Online durchführe. Also ich bin immer noch aktiv.
Nur hier in diesem Blog gibt es eben nicht so viel Neues zu berichten (:-(().
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